Ausrüstung und Equipment in der Hochzeitsfotografie

Ausrüstung und Equipment

In diesem Tutorial möchten wir uns mit der Ausrüstung eines Hochzeitsfotografen auseinandersetzen. Wir stellen vor, was auf jeden Fall in eurer Fototasche vorhanden sein sollte, wenn ihr eine Hochzeit als Fotograf begleiten wollt, und wie ihr eure Ausrüstung nach und nach aufrüsten könnt. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen des Tutorials.

Eine gute Ausrüstung für den Hochzeitsfotografen ist natürlich sehr kostspielig. In erster Linie möchte ich hier eigentlich den Einsteigern und Hobbyfotografen einige Tipps geben, die Spaß daran haben, hier und da eine Freundes-Hochzeit aus der zweiten Reihe zu begleiten. Das kann eine neue Idee für einen Aufnahmewinkel sein, ein bisschen Selbstvertrauen, neue Wege zu beschreiten, und die Sicherheit, wenn sie an alles gedacht haben, auch ein glückliches Brautpaar am Ende ihrer Arbeit vorzufinden.

Mir ist durchaus bewusst, dass ihr euch dafür keine Ausrüstung von mehreren Tausend Euro anschaffen werdet. Vielleicht habt ihr aber auch schon eine gute Basis mit eurem vorhandenen Equipment geschaffen und möchtet gezielt auf das ein oder andere sparen, um das Equipment zu erweitern. Vielleicht ja sogar mit dem Hauptaugenmerk auf Hochzeiten, wenn euch das Freude bereitet. Sicherlich findet ihr hierfür ein paar tolle Ideen, auch für den kleinen Geldbeutel. Und vielleicht geht der ein oder andere von euch ja wirklich bald den nächsten Schritt und wird nach vielen gesammelten Erfahrungen die Hochzeitsfotografie bald professionell an das Brautpaar bringen wollen ...

In dieser Einleitung möchte ich damit beginnen, mein Equipment vorzustellen, als kleine Orientierung. Wie ich sie einsetze, beschreibe ich in den folgenden Tutorials dieser Serie! Hier werde ich auch noch Informationen zu den verwendeten Kameraeinstellungen und der genauen Technik geben.

Vorweg darf ich schon einschieben, dass ich nicht mit einem Assistenten arbeite, sondern bei Hochzeiten immer alleine zugegen bin und fotografiere. Ich fotografiere bei den Reportagen nicht mit einem portablen Studio und verzichte auf jegliche Reflektoren. Das heißt, ich arbeite ausschließlich mit Tageslicht und nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt, mit einem Aufsteckblitz und ggf. einem zweiten Stativblitz. Das ermöglicht es mir, auf einen Assistenten zu verzichten. Trotzdem habe ich auch dazu einige Anmerkungen gemacht.

Da ich kein Marken-Verfechter bin, möchte ich keine bösen Stimmen hören. Ich bin Nikon-Fotograf. Warum? Weil ich damit gelernt und angefangen habe und ein Wechsel einfach zu kostspielig wäre. Des Weiteren fehlen mir für einen Wechsel auch die Gründe und somit bin ich sehr zufrieden mit dieser Wahl. Nikon und Canon sind auf diesem Gebiet die größten Hersteller. Nach vielen Gesprächen mit anderen Fotografen, unzähligen Diskussionen und natürlich auch Selbststudium mit verschiedenen Canon-Kameras konnte ich auf beiden Seiten Vor- und Nachteile erkennen.

Generell bin ich aber niemand, der sagt: Meine Kameramarke ist das Nonplusultra. Genauso möchte ich das nicht von Canon-Fotografen hören.

Wer sich eine Kamera kaufen möchte, der sollte beim Kauf einfach nur darauf achten, was ihm wichtig ist und NUR danach seine Kamera auswählen, welche Marke sie dann am Ende auch haben wird.

Aktuell arbeite ich mit der Nikon D750 und Nikon D7200. Ich bin mit beiden Kameras sehr zufrieden.

Bei Hochzeiten stört mich die Megapixelanzahl natürlich nicht. Da ich aber gelegentlich durch Bildverkäufe und die Zusammenarbeit mit Agenturen größere Bilder benötige, habe ich mir für Werbeaufnahmen die D800 zugelegt, die mit ihren 36 Megapixeln heute ihren Einsatz leistet.

Sie erlaubt es mir - was manchmal notwendig ist - die Bilder auch mal zu beschneiden, ohne dass ich dann zu kleine Bilddaten abgeben muss. Sie ist - außer für Werbeaufnahmen - perfekt geeignet für sensationelle Landschaftsaufnahmen (vor allem HDR) und die Makrofotografie. Dafür findet sie fast täglich Verwendung.

Die Nikon D800 finde ich für die Hochzeitfotografie nur bedingt geeignet, da sie einfach unglaublich viel Speicher braucht, sofern man nicht unpraktisch im DX-Modus fotografieren möchte.

Von meinen Objektiven kommen die Folgenden mit in die Ausrüstungstasche, wenn ich auf Hochzeiten gehen:

  • Nikon 14-24mm 1:2,8G ED
  • Nikon 24-70mm 1:2,8G ED
  • Nikon 70-200mm 1:2,8G ED VR II
  • Nikon AF-S Micro Nikkor 60mm/2.8G ED
  • Nikon AF-S Nikkor 35mm 1:1,8G ED
  • Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G
  • Nikon AF-S NIKKOR 85 mm 1:1,8G

Des Weiteren nutze ich aktuell als Aufsteckblitz den Nikon SB-910 und als Ersatzblitz den SB-900. Beim SB-900 ist zu berücksichtigen, dass er "heiß" läuft und sich dann automatisch abschaltet. Dies kann im Menü ausgestellt werden und es ist ratsam dies vor einer Hochzeit zu machen, denn sonst quittiert er seinen Dienst für ca. 3-4 Minuten, gefühlt wie 15. Mir passierte das des Öfteren, wenn ich z.B. schnell nach und nach 120 Gäste auf einer Feier hintereinander fotografieren wollte und dafür ein Blitzlicht unerlässlich war oder wenn ich in der Kirche bei Hochzeit oder Taufe viele Fotos hintereinander aufgenommen habe ohne längere Pausen.

Jetzt möchte ich aber nicht länger mein Equipment vorstellen, sondern wir gehen ans Eingemachte. Folgende Punkte möchte ich bei diesem Tutorial zum Thema Hochzeitsfotografie "Ausrüstung und Equipment" anschneiden:

 Kamera

 Objektive

 Blitz / Reflektor / Mobile Studioblitze

 Stative, Speicherkarten und Datensicherung

 Sensorflecken