Das A und O der Hochzeitsfotografie

Das A und O

Wer schon die ein oder andere Hochzeit begleitet hat, wird mir sicher recht geben, wenn ich sage, dass die Hochzeitsfotografie eine Herausforderung darstellt. Nicht, weil es komplizierter oder schwieriger als andere Shootings ist, sondern weil du hier als Fotograf viel mehr unter Erwartungsdruck stehen wirst als sonst üblich.

Du begleitest den wichtigsten Tag im Leben des Brautpaares. Und auch, wenn jetzt der ein oder andere Mann widersprechen wird, für uns Frauen ist dieser Tag eben etwas ganz, ganz Besonderes. Und ja, manchmal auch für die Männerwelt. Man heiratet im besten Fall eben nur einmal und es ist und bleibt daher immer etwas ganz besonderes.

Das Brautpaar hat daher natürlich besondere Ansprüche und der Fotograf stellt immer häufiger ein sehr wichtiges Element des Hochzeitstages dar. Das Brautpaar ist heute - anders noch als vor einigen Jahren - bereit, viel Geld für das Festhalten ihres Hochzeitstages auf Foto und Video zu bezahlen.

Die Ansprüche an gute Fotografien werden immer höher. Der Fotograf soll einmalige Erinnerungen festhalten, es darf nichts schiefgehen. Du wirst Fotos aufnehmen, die sich nie mehr wiederholen lassen. Das alleine übt einen immensen Druck auf einen Fotografen aus. Und ja, ich gestehe, dass ich die Nächte vor meinen ersten Hochzeiten sehr schlecht geschlafen habe, ständig aufgestanden bin, noch mal das Equipment geprüft und die Adressen für den nächsten Tag gecheckt habe und mir so ziemlich jede Möglichkeit eingefallen ist, die hätte schiefgehen können.

Nach einigen Hochzeiten legt sich diese Aufregung natürlich, aber anfangs wirst auch du diesen Druck verspüren, wenn du eine Hochzeit begleitest und der einzige Fotograf bist. Als dich als Hobbyfotograf wird das Paar natürlich nicht so viele Erwartungen stellen wie an einen Berufsfotografen, der unter Umständen ein kleines Vermögen dafür bekommt. Aber vielleicht möchtest du deine Dienste zukünftig auch gegen ein Entgelt anbieten, um dein Equipment aufzubessern. Dann wird dir die Übung im Vorfeld sehr gut tun und dir die Nervosität und den Druck sicher nehmen können.

Ich begleite Hochzeitspaare, je nach Wunsch, schon ab einer Stunde bis über 12 Stunden am Happy-Day. Vor sehr großen Hochzeiten spüre ich auch heute noch eine leichte Nervosität, denn hier muss ich viel mehr beachten und mehr Equipment mitnehmen als bei kleineren Auftragsarbeiten.

Bei weiterer Anreise bin ich auch immer sehr erleichtert, wenn ich frühzeitig und ohne Stau an der Location ankomme. Mehr Zeit einzuplanen ist hier wirklich viel wert. Besser hast du noch eine lange Verschnaufpause und kannst dich schon einmal an der Kirche oder dem Standesamt umsehen, als dass du dir im Verkehrschaos wegen Zeitnot die Haare raufst.

Ansonsten bringt mich inzwischen - zum Glück - nichts mehr aus der Ruhe. Druck und Nervosität stört bei der Arbeit und daher solltest du möglichst stressfrei und in aller Ruhe fotografieren können. Blende alles aus, was unwichtig ist. Das ist eine Kunst, die dir mit der Zeit immer leichter fallen wird. Das A und O ist es, dass du dich auf deine Arbeit konzentrieren, gezielt arbeiten und dich dann selbst mit guten Ergebnissen belohnen kannst.

Ein positives Feedback deines Brautpaares wird dich nicht nur erleichtern und dir viel Freude bereiten, sondern vielmehr auch darin bestärken, dass Hochzeitsfotografie das Richtige für dich ist. Ein Hochzeitstag ist etwas ganz Besonderes und es darf dich zu Recht stolz machen, wenn ein Brautpaar dich mit dieser Aufgabe betraut.