Welche Kenntnisse sollten bestehen

Welche Kenntnisse sollten bestehen?

Generell kannst du von jedem Startpunkt aus in die Hochzeitsfotografie eintauchen. Sicherlich musst du anfangs üben, das wird dir niemand abnehmen können. Das heißt natürlich nicht, dass du dir morgen eine Spiegelreflex kaufen kannst und übermorgen schon über eine Internetseite professionelle Hochzeitsfotos anbieten solltest. Alles Schritt für Schritt.

Wenn du etwas überstürzt, dann wirst du dem Druck wahrscheinlich nicht gewachsen sein. Hochzeiten sind, wie beschrieben, nicht einfach wiederholbar und du solltest dir den Spaß am Thema Hochzeitsfotografie nicht nehmen, indem du etwas von dir verlangst, das du noch nicht erfüllen kannst.

Zum Hochzeitsfotografen muss man sicherlich auch geboren sein. Es muss Freude bereiten! Das werden die Menschen spüren! Viele meiner selbstständigen Kollegen haben für sich herausgefunden, ob sie Hochzeiten begleiten möchten oder nicht. Der eine macht heute nichts anderes mehr, der andere hat andere Schwerpunkte gewählt.

Bevor du eine Hochzeit einmal als Hobbyfotograf oder Freund des Paares begleitest, solltest du schon Erfahrung mit Menschen vor der Kamera haben. Wenn du nun ganz neu in die Welt der Hochzeitsfotografie eintauchen möchtest, so schadet es nicht, dich vorher eingehend mit ISO, Blende und Belichtungszeiten auseinanderzusetzen.

Du solltest bestenfalls deine Kamera sogar manuell bedienen können. Du solltest im Fotografieren mit dem Blitz geübt sein. Bei Hochzeiten fotografiere ich immer im manuellen Modus, wobei es in bestimmten Situationen auch nicht schadet, Halbautomatik zu wählen. Hierauf kommen wir in den weiteren Teilen noch ausgiebig zu sprechen.

Du solltest in allen Punkten, die eine Hochzeit dir abverlangen wird, bereits Erfahrung gesammelt haben: das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen (z.B. in der Kirche), das schnelle Anpassen deiner Kamera bei ständig wechselnden Motiv- und Lichtverhältnissen, genügend Tiefenschärfe für Gruppenfotos, das Anleiten deines Paares bei den Porträtfotos.

Falls du auf diesen Gebieten bereits genügend Erfahrungen hast, so wagst du dich an deine erste Hochzeit heran. Ich wünsche dir hierbei bereits jetzt ganz viel Freude.

Ansonsten wird dir der Weg des übens genauso viel Freude bereiten. Lerne deine Ausrüstung kennen und schnuppere ein wenig herum. Lade Freunde und Bekannte auf ein Probeshooting bei Sonne, bei Regen, im Freien und auch zu Hause ein und knipse drauf los. Wenn du dann soweit bist, Hochzeiten zu begleiten, werden dir sicherlich die weiteren Teile dieser Tutorialserie noch sehr behilflich sein können.